Volkskrankheit Nackenschmerzen

Nackenschmerzen sind eine ernste Volkskrankheit. Etwa ein Drittel aller Deutschen leiden mindestens einmal im Jahr an Nackenschmerzen. Frauen sind tendenziell mehr betroffen als Männer. Nackenschmerzen schleichen sich meistens im mittleren Lebensalter in die Gesundheit ein.

Die gute Nachricht: Es gibt viele Möglichkeiten, wirksam gegenzusteuern. Übungen bei Nackenschmerzen finden Sie zum Beispiel hier.

Gründe für die starke Verbreitung von Nackenschmerzen

Dass der Nacken so oft im Krankheitssinne betroffen ist, hängt mit seiner Struktur und seiner Stellung im menschlichen Körper zusammen. Myriaden von Nerven, zahlreiche Muskeln und sieben Wirbelkörper sorgen für die sehr gute Wendigkeit des Kopfes, der nur über den Hals mit dem vergleichsweise massiven Körper verbunden ist. Zwar hat die Natur einige Vorkehrungen getroffen, um kleinere Beschädigungen ausgleichen zu können. Trotzdem ist der Nacken insgesamt ein hoch komplexes und fragiles Gebilde, das einen besonderen Schutz verlangt.

Das Krankheitsbild

Nackenschmerzen neigen zur Ausbreitung, sodass Betroffene neben den eigentlichen Nackenschmerzen auch mit Schmerzen am Hinterkopf, Rücken und Schulterbereich zu kämpfen haben. Bei schwereren Fällen treten Schmerzen im Oberarmbereich und Taubheitsgefühle an den Fingern auf. Die Nackenschmerzen gehen immer mit einer unterschiedlich ausgeprägten Bewegungseinschränkung des Halses einher. Besonders leiden Betroffene, wenn sie ihren Hals gar nicht mehr bewegen können. Dann ist das eingetreten, was der Volksmund als „schiefer Hals“ bezeichnet.

Die Ursachen

Der Facharzt unterscheidet zwischen akuten und chronischen Nackenschmerzen. In bis zu 95 % aller Fälle bilden sich die Schmerzen nach etwa einer Woche zurück. Die Nackenschmerzen werden durch Verspannungen und Verkrampfungen im Halsbereich bedingt. Typisch für das Entstehen sind dauerhafte Fehlstellungen am Hals, die durch Sport, Arbeit, eine falsche Sitzhaltung am Computer oder falsches Liegen ausgelöst werden.

Auch abrupte schnelle Bewegungen, die den Bewegungsapparat am Hals überfordern, können Nackenschmerzen verursachen. Ein Beispiel für diese abrupten Bewegungen ist das Schleudertrauma bei einem Unfall. Viele Sportler kennen das Phänomen auch durch Zugluft, die auf einen verschwitzten Hals trifft. Dieser zum Glück harmlose Fall wird durch eine unbewusste Verkrampfung der Halsmuskulatur ausgelöst und kann leicht vermieden werden.

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